Monthly Archive for April, 2007
Grundregel: Der Dackel darf nie ins Haus.
- Nun gut, der Dackel darf ins Haus, aber nur in bestimmte Räume.
- Der Hund darf in alle Räume, aber nicht auf die Möbel.
- Der Hund darf nur auf alte Möbel.
- Also gut, der Hund darf auf alle Möbel, aber nicht ins Bett.
- Ok., der Hund darf ins Bett – aber nur manchmal.
- Der Dackel darf im Bett schlafen, aber nicht unter der Decke.
- Der Dackel darf nur manchmal unter die Decke.
- Einverstanden, der Dackel darf immer unter der Decke schlafen.
Fazit: Ein derartig konsequenter Umgang mit dem Dackel zahlt sich auf jeden Fall aus. Zumindest für den Dackel…
Der Dackel ist von Hause ein großer Freund von Hasen und leidet oft darunter, dass er mit ihnen nicht so darf, wie er gern wollte. Im Fall lebender Hasen versteht er vielleicht noch, dass es nicht im Sinne des Tierschutzes ist, sich über diese herzumachen. Aber wenn es um Schokoladen-Hasen geht, muss man dem Dackel doch zu Hilfe kommen. Warum er auch die nun auch nicht fressen darf, leuchtet den wenigsten von ihnen ein. In diesen Tagen verbliebener Schokotiere und -tafeln warnt die “Aktion Tier Berlin” davor, selbige an den Teckel zu verfüttern. “Schokolade ist für Hunde [...] Gift und kann ernsthafte Schäden verursachen. Schokolade enthalte Theobromin, das Herz und Nieren beeinträchtigt. Für einen Dackel kann bereits der Verzehr einer Tafel Vollmilchschokolade tödlich sein.” Quelle: Welt kompakt vom 28.03.2007
Also übrig Gebliebendes doch lieber an die Nachbarskinder verfüttern… – auch wenn der Teckel beleidigt ist.
Muss Wolfsburg Abschied nehmen von einem alten, treuen Weggefährten? Wer aufmerksam durch die Stadt geht, der wird festellen: Es gibt kaum noch Dackel.
Früher gehörten die Dackel zum Stadtbild. Doch jetzt häufen sich die Alarmzeichen – Westies und andere Modehunde haben den einstigen Lieblingshund der Wolfsburger verdrängt. „Jüngere Leute wollen keinen Freund mehr, sondern ein Statussymbol“, bestätigt die erfahrene Barnstorfer Züchterin Karina Grabenhorst. Der Dackel sei ein toller Familienhund, es gebe ihn aber fast nur noch in Jägerhand.
Doch auch bei den Wolfsburger Jägern hat der Dackel nicht mehr so viele Freunde wie einst: „Es wird immer schwieriger, Dackel-Welpen zu vermitteln“, so die Wolfsburger Hundeobfrau Dorothea Griesemann – der Dackel sei halt zu klein, um Wild zu stellen.
Dass nur noch wenige Wolfsburger Hundebesitzer auf den Dackel setzen, hat auch Tierheim-Chefin Bärbel Gädke festgestellt: „In unserer Pension werden kaum noch Dackel abgegeben. Und die letzten beiden waren schon sehr, sehr alt“ – Wolfsburg wird zur Dackel-freien Zone.
Schwacher Trost: Der Trend richtet sich nicht nur in Wolfsburg gegen den Dackel: In den letzten Jahren ist die Zahl der Dackel-Welpen bundesweit von 12.000 auf 7000 gesunken.
Quelle: waz-online.de


