Muss Wolfsburg Abschied nehmen von einem alten, treuen Weggefährten? Wer aufmerksam durch die Stadt geht, der wird festellen: Es gibt kaum noch Dackel.
Früher gehörten die Dackel zum Stadtbild. Doch jetzt häufen sich die Alarmzeichen – Westies und andere Modehunde haben den einstigen Lieblingshund der Wolfsburger verdrängt. „Jüngere Leute wollen keinen Freund mehr, sondern ein Statussymbol“, bestätigt die erfahrene Barnstorfer Züchterin Karina Grabenhorst. Der Dackel sei ein toller Familienhund, es gebe ihn aber fast nur noch in Jägerhand.
Doch auch bei den Wolfsburger Jägern hat der Dackel nicht mehr so viele Freunde wie einst: „Es wird immer schwieriger, Dackel-Welpen zu vermitteln“, so die Wolfsburger Hundeobfrau Dorothea Griesemann – der Dackel sei halt zu klein, um Wild zu stellen.
Dass nur noch wenige Wolfsburger Hundebesitzer auf den Dackel setzen, hat auch Tierheim-Chefin Bärbel Gädke festgestellt: „In unserer Pension werden kaum noch Dackel abgegeben. Und die letzten beiden waren schon sehr, sehr alt“ – Wolfsburg wird zur Dackel-freien Zone.
Schwacher Trost: Der Trend richtet sich nicht nur in Wolfsburg gegen den Dackel: In den letzten Jahren ist die Zahl der Dackel-Welpen bundesweit von 12.000 auf 7000 gesunken.
Quelle: waz-online.de